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Der Sport-Club Germania 1904 bzw. kurz Germania Breslau war ein deutscher Fußballverein aus Breslau.

Der Verein wurde 1904 gegründet und wählte Rot und Weiß zu seinen Vereinsfarben.[1] Kurz nach seiner Gründung gehörte der Verein zu den führenden Clubs des südostdeutschen Fußballverbandes. In der Saison 1910/11 verpasste die Mannschaft nur knapp den Sprung in die Endrunde um die deutsche Fußballmeisterschaft. Nach Siegen über SC Germania Kattowitz und den Deutschen SV Posen stand Germania Breslau im Finale um die Regionalmeisterschaft, die damals in sieben Regionen ausgetragen wurde. Das erste Finalspiel fand am 14. April 1911 in Forst gegen den FC Askania Forst statt. Nach der 2:3-Niederlage protestierte Breslau erfolgreich, verlor jedoch auch das Wiederholungsspiel am 16. April in Cottbus deutlich mit 0:3.[2] In der folgenden Saison drang der SC Germania nach Siegen über den SC Diana Kattowitz und erneut den Deutschen SV Posen wieder ins Finale vor der südostdeutschen Regionalmeisterschaft vor. Doch auch dieses Mal reichte es nicht zum Titelgewinn. Mit 1:5 ging das Spiel für Germania Breslau gegen den ATV Liegnitz verloren.[3]

1913 fusionierte der Verein dann mit dem SC Preußen Breslau zu den Vereinigten Breslauer Sportfreunden[4], die von 1920 bis 1924 und 1927 jeweils die südostdeutsche Regionalmeisterschaft gewannen.[5]

Anmerkungen Bearbeiten

  1. Germania Breslau in: Hardy Grüne (2001): Vereinslexikon. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 7. Kassel: AGON Sportverlag, S. 96 ISBN 3-89784-147-9
  2. Hardy Grüne (1996): Vom Kronprinzen bis zur Bundesliga. 1890 bis 1963. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 1., S. 42. Kassel: AGON Sportverlag, ISBN 3-928562-85-1
  3. Grüne 1996, S. 46
  4. Grüne 1996, S. 46
  5. Vereinigte Breslauer Sportfreunde in: Hardy Grüne (2001): Vereinslexikon. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 7. Kassel: AGON Sportverlag, S. 96 ISBN 3-89784-147-9
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