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Rosenaustadion Flutlicht Lampen

Klassische Flutlichtlampen (Rosenaustadion)

Als Flutlicht bezeichnet man
  • die Beleuchtungsanlage für große Flächen, besonders in Sportstätten, sowie auf Konzerten oder zur Anstrahlung von Sehenswürdigkeiten.
  • die Beleuchtung von transparenten Platten (meist Acrylglas) durch Einstrahlung von Licht in deren Schmalseite und dessen Ausbreitung in der Platte durch Totalreflexion: überall dort, wo ein aus einer solchen Platte gefertigtes Schild eine Beschriftung oder Gravur trägt, tritt Licht aus der Platte aus und bringt auf diese Weise ausschließlich diese Markierungen zum Leuchten.


--> Flutlichtanlagen

Flutlichtanlagen bestehen aus mehreren Leuchten mit Reflektoren zur gerichteten Lichtabstrahlung. Die Leuchten sind in Gruppen an Masten oder Dachkonstruktionen befestigt, um die zu beleuchtende Fläche möglichst gleichmäßig auszuleuchten.

Je nach Art der Beleuchtung (Spiellicht bei Sportveranstaltungen, Beleuchtung für Fernsehübertragungen, Ausleuchtung von Containerterminals usw.) werden hierfür verschiedene Beleuchtungsstärken in Lux am Boden vorgegeben. Bei Fernsehübertragungen werden auch hohe Anforderungen an Lichtfarbe und Farbstabilität der in den Leuchten eingesetzten Leuchtmittel (Lampen) gestellt. Dagegen stehen beim Güterumschlag oder der Autobahnbeleuchtung mehr die Energie-Effizienz und große Wartungszyklen im Vordergrund. Dementsprechend werden in Stadien oder bei TV-Ereignissen Halogen-Metalldampflampen oder Quecksilberdampflampen eingesetzt, im Verkehrsraum und auf Lager- und Umschlagplätzen dagegen meist die effizienteren und langlebigeren Natriumdampf-Hochdrucklampen.

Übliche elektrische Leistungen der eingesetzten Leuchtmittel sind 400 bis 3500 Watt.

Glühlampen werden aufgrund ihrer geringen Wirtschaftlichkeit nur selten zur Flutlichtbeleuchtung eingesetzt.


--> Geschichte und Anwendungen

Das erste Fußballspiel unter Flutlicht trug der FC Sheffield am 14. Oktober 1878 aus. Der Sportplatz wurde von vier Bogenlampen der Firma Siemens in helles Licht getaucht.

Die sogenannten „Libellenschatten“, die Fussballspieler in Nachtpartien werfen, haben ihre Ursache in der Ausleuchtung von den vier Ecken des Spielfeldes. Mit der Modernisierung der Erstliga-Stadien wurden die Tribünen überdacht und die Scheinwerfer rund um das Spielfeld in der Dachkonstruktion integriert, womit diese Schatten verschwanden.

Seit den späten 1980er Jahren verbreitet sich auch das Skifahren unter Flutlicht. Dabei werden Teile eines Skiliftes bzw. des zugehörigen Skihanges mit Scheinwerfern so ausgestrahlt, dass die naturgegebenen Hindernisse ausreichend sichtbar sind. Im Umfeld dieses Skivergnügens befindet sich meist auch eine sog. „Schneebar“, an der heiße Getränke serviert werden und Musik im Apres-Ski Stil gespielt wird.

Ältere Flutlichtanlagen sind üblicherweise auf Gittermasten, neuere jedoch auf Stahlrohr- oder Betonmasten montiert.

Literatur Bearbeiten

  • Hans R. Ris: Beleuchtungstechnik für Praktiker. 2. Auflage, VDE-Verlag GmbH, Berlin-Offenbach, 1997, ISBN 3-8007-2163-5
  • Wilhelm Gerster: Moderne Beleuchtungssysteme für drinnen und draussen. 1. Auflage, Compact Verlag, München, 1997, ISBN 3-8174-2395-0


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